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Wilhelm Raabe Dichter auf der Schwelle zur Moderne Video – sevenload

In Curiosa on 13. Juni 2011 at 7:56 pm

Wilhelm Raabe Dichter auf der Schwelle zur Moderne Video – sevenload.

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Ex libris

In Curiosa on 12. Juni 2011 at 8:34 pm

mein ex libris (gestaltet nach einem Raabe Zitat)

Unruhige Gäste (1885)

In Werke on 12. Juni 2011 at 5:40 pm

“ Die Welt ist eine harte Nuss zu knacken, und wenn man sie aufhat, ist sie hohl.“ Der junge Herr Pfarrer kommt mit sich und seinem Leben und seinem Beruf in dem einsamen Harzdorf nicht zurecht. Die Menschen um ihn herum und Gott in der Höhe, zu beiden findet er keinen Zugang. Seine Studienfreund, ein Mann von Welt, kommt vorbei und regelt ohne viel Nachdenken die Probleme des Pfarrers und schafft dadurch ungewollt neue. Allein die junge Schwester des Pfarrers ruht in sich selbst und in Gott und findet so die Kraft die Aufregungen des Sommers zu überstehen. Es überrascht mich als Raabe eine direkte Verbindung „Zum Wilden Mann“ herstellt. Die Welt ist schlecht und nur in seltenen Augenblicken wagt sich das Gute vor. Ein Buch das unruhig macht und doch ein Lesevergnügen ist.

Mein Exemplar stammt aus einer Pfarrbibliothek, die es ins Lutherhaus in Eisenach verschlagen hat und von dort in die 1 Euro Krabbelkiste.

Evangelische Verlagsanstalt Berlin 1961.  Ausgabe für die Deutsche Demokratische Republik. Verkauf in Westberlin und Westdeutschland nicht gestattet. Kritisch durchgesehene Ausgabe von Prof. Dr. Karl Hoppe. Ln. Oktav mit Schutzumschlag. Ein Zeitdokument

Wilhelm Raabes Welt und Werk in Bildern

In Bibliothek on 11. Juni 2011 at 2:34 pm

Altersbild, vielleicht TodesjahrHrsg. von Constantin Bauer.  Heckners Verlag Wolfenbüttel 1931.  64 Seiten mit vielen Fotos, Bildern, Zeichnungen . Ein Band der Gesellschaft der Freunde W. Raabes

Von Heinrich Spiero

o.J. (1927) 278 Seiten.

Prinzessin Fisch (1883)

In Werke on 1. Juni 2011 at 6:21 pm

Alles begann für mich im Jahre 1983. Mein erstes Buch von Wilhelm Raabe hieß Prinzessin Fisch. Eine arge Langweilerei. Ich hatte keinerlei Vorstellung was mich erwartete. Doch bald sah auch ich alles im Zusammenhang der Dinge und ich habe das Buch durch gelesen. Irgend etwas muß mich fasziniert haben, denn sofort danach griff ich zu dem nächsten Raabe Bändchen und dann ging es Schlag auf Schlag.

Fast dreißig Jahre später sitze ich in Thailand am Chinesischen Meer und habe die Reclam Ausgabe wieder in der Hand. Da haben Sie sich ja einen der größten und schwersten Diamanten im Werk Wilhelm Raabes ausgesucht, sagte damals ein alter Kollege zu mir. 1980 war diese Ausgabe erschienen, immerhin sechzig Jahre nach der letzten Einzelausgabe. Dabei ist es ein Thema das jeden betrifft, eine Pubertätsgeschichte. Heide Eilert hat dazu ein gutes Nachwort geschrieben. Im Kopf hatte ich nur noch das Bild der mexikanischen Schönheit im bodenlangen Kleid in Nachbars Garten. Wichtig ist, wie bei vielen Raabe Texten, die Humanität der sogenannten einfachen Leute. Hier sind es der alte Bruseberger und seine Meisterin, die Witwe Schubach.

Kurios ist es, dem Enkelkind in Thailand, den nicht mehr ganz aktuellen Ausruf der Bewunderung „kolossal“ beigebracht zu haben. Zu Raabes Zeiten noch up to date.auf der Terrasse am Chinesischen Meer

Die Akten des Vogelsangs (1896)

In Werke on 1. Juni 2011 at 4:44 pm

Der Straßenname und der Hinweis auf das Haus sind zufällig Die Akten des Vogelsangs haben mich endgültig zu einem Raabe Fan werden lassen. Die Vorstellung ,das Elternhaus von innen heraus zu verfeuern, alle Möbel, das gesamte Inventar, alle Erinnerungen, das ist ein Gedankengang der mich nicht mehr losläßt. Hier habe ich angefangen auf die Namen bei Raabe zu achten „Helene Trotzendorff, Velten Andres und Karl Krumhardt“.

Das Foto stellt nur eine Illustration dar

Pfisters Mühle (1884)

In Werke on 1. Juni 2011 at 4:39 pm

Im Frühsommer erhielt ich eine Mail aus Österreich. „Lieber Herr Freutel, als wir mit Dorrit A.C. Beim Italiener saßen waren Sie so freundlich, uns Pfisters Mühle zu schenken. Ich habe es bei unserer heurigen Radtour von Rom nach Salzburg mit Genuß gelesen ( Reclam Bücher eignen sich sehr als literarische Reiseverpflegung) – danke nochmals dafür. Günter Sperka „… (am Wasserwirtschaftsamt in Salzburg tätig). Der Absender kannte Wilhelm Raabe und seine Pfisters Mühle bis zu unserem gemeinsamen Essen noch nicht. Damit war er nicht allein. Schon bei Erscheinen des Buches gab es Probleme. Der Verleger Westermann schrieb dem Autor … das deutsche Publikum … fürs Erste genug von ihm habe. Dabei war das Thema hochaktuell. 1883 verklagen 2 Müller eine Zuckerrübenfabrik, die ihre stinkenden Abwässer in den Mühlbach leitet. Raabe kannte einen der Gutachter.1884 ist das Braunschweiger Trinkwasser verseucht. Erst im dritten Anlauf gelingt es Raabe einen Verleger zu finden, der immerhin 10 Jahre brauchte um die Auflage von 1500 Exemplaren zu verkaufen. Raabe wartete noch ein Menschenalter auf Leser, dann hoffte er auf zukünftige Generationen. Mit den Grünen schien in den 1970er Jahren diese Leserschaft endlich da zu sein. Ein böser Irrtum wie sich bald zeigen sollte. Wie heißt das schöne Raabe Zitat : Wer sich zu grün macht, den fressen die Ziegen. In den 1980er Jahren hebt ein junger aufstrebender Germanist namens Detering an der Uni in Stuttgart den Arm , so wie ihn schon Lot auf Sodom und Gomorrha richtete und Adam Asche auf die Zuckerfabrik Krickerode. Die Forschung hat Pfister Mühle entdeckt Endlich 1985 am 6. September führen Schüler des Hollenberg Gymnasiums in Waldbroel unter Leitung von Herrn Dr. Friedhelm Henrich Raabes Pfisters Mühle als Theaterstück auf. So ist Pfisters Mühle wenigstens 100 Jahre später in einem deutschen Gymnasium angekommen. Der erste Roman zu der noch jungen Wissenschaft der Abwasserbiologie nach wissenschaftlichen Unterlagen und Gutachten von Geheimrat Prof. Dr. H. Beckurts aus dem Prozess des Müllers Müller (sic) gegen die Zuckerfabrik Rautheim.