vollvorn

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Der Heilige Born

In Besprechungen on 7. Oktober 2012 at 11:22 am

Zuviel Mantel und Degen, doch es gibt einige Highlights.Rechts der Weser in Holzminden die Protestanten, links der Weser die Katholiken. Beide Seiten repräsentiert durch ihre Pfarrer und Priester. Der Priester Festus lechzt nach der Pfarrerstochter Monika, während der Herr Pfarrer einen Artikel über das Papsttum und den Zölibat verfasst. Grandios die Szene bei der Beerdigung, als der von Liebes und Lustqualen getriebene junge Priester auf  dem frisch aufgeschütteten Grabhügel auf Monika zu krabbelt, die er zeitweise auch mit Maria verwechselt.

Zitate: „Es tut nicht gut, dass der Mensch allein sei.“  Aber auch “ Wo ist Gott, dass er uns helfe in der Not, die seine Schuld ist?“

Aber auch Ein altes, ewig neues Spiel mit der Dummheit und dem Egoismus der Menschen, ein altes, altes Spiel, damals wie heute Politik genannt.

Am Ende wirft der Autor die Feder aus dem Fenster, zum Glück hat er das nicht vorher getan, trotz der Fett-und Schmalztöpfe die uns da vorgesetzt wurden.

Ein weiteres Mal werde ich dieses Buch nicht lesen, aber trotzdem hat es mir zeitweise großen Spass gemacht.